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Landesbeauftragte Heike Fliess bereist das zukünftige Flurbereinigungsverfahren Despetal

Verfahren legt besonderen Schwerpunkt auf Hochwasserschutz


Hildesheim. - In den vergangenen Jahren hatte das Despetal immer wieder mit den Folgen von Starkregenereignissen zu kämpfen. Umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen sollen in den nächsten Jahren nun im Zusammenhang mit einem Bodenordnungsverfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz umgesetzt werden.

Aus diesem Anlass hat die Landesbeauftragte für den Amtsbezirk Leine-Weser, Heike Fliess, am Montag, den 09. Juli 2018 zusammen mit Vertretern der beteiligten Gemeinden und des Landkreises Hildesheim das im Mai anlässlich der Verkündung des Flurbereinigungsprogramms 2018-2022 vom Landwirtschaftsministerium offiziell freigegebene Flurbereinigungsverfahren Despetal bereist.

Anschließend hatte Frau Fliess darüber hinaus die Gelegenheit, sich mit Vertretern der Landwirtschaftskammer, des Landvolks und der Arbeitskreise im Bürgermeisterhaus der Stadt Gronau über das geplante Bodenordnungsverfahren auszutauschen.

„Das Flurbereinigungsverfahren bietet dem Despetal die Chance, eine funktions- und wettbewerbsfähige Landwirtschaft zu erhalten und zu stärken und nutzt zudem die Möglichkeit, das Hochwasserschutzkonzept der Despe und ihren Nebengewässern in vollem Umfang umzusetzen", erläuterte Landesbeauftragte Fliess. Im Zuge der Flurbereinigung sind derzeit Wegebaumaßnahmen von rund 21,5 Kilometern Länge mit einem Volumen von 2.200.000 Euro vorgesehen. Für weitere agrarstrukturelle Maßnahmen, wie zum Beispiel Gewässerbau, ist ein Volumen von rund 450.000 Euro eingeplant.

Die vorgesehenen Maßnahmen der Flurbereinigung unterstützt das Land Niedersachsen mit einer Förderquote von 75 Prozent.

Der Hochwasserschutz wird vom Landkreis Hildesheim in Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde Leinebergland und der Gemeinde Sibbesse, die hierfür eine Gewässerkooperation eingegangen sind, sowie dem Leineverband geplant und umgesetzt. Die vorgesehenen Maßnahmen des Hochwasserschutzes werden derzeit mit rund 3.500.000 Euro kalkuliert. Unter anderem sollen 14 Rückhaltebecken unterschiedlicher Größe realisiert werden.

Die Aufklärungstermine für die Träger öffentlicher Belange und die voraussichtlich betroffenen Eigentümer, zu denen seitens des Amtes für regionale Landesentwicklung Leine-Weser vor der offiziellen Einleitung des Flurbereinigungsverfahrens zu laden ist, sind für Anfang Oktober vorgesehen. Die Wahl des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft soll im Dezember 2018 erfolgen.

 
v.l.n.r.: Edgar Bäkermann (ArL L-W), Helfried Basse (LK Hildesheim), Andreas Amft (Bürgermeister Sibesse), Rainer Mertens (SGB Leinebergland), Volker Senftleben (MdL), Hans-Ullrich Otto (ArL Leine-Weser), Heike Fliess (Landesbeauftragte ArL Leine-Weser
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