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Mehr Bewegung „auf dem Land“

Niedersachsen fördert Modellprojekt im Landkreis Nienburg/Weser


v.l.n.r.: Marion Koppermann (VGH GmbH), Uwe Roggatz (VGH GmbH), Heike Fliess (ArL L-W)

Es kommt mehr Bewegung auf's Land: Die Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya GmbH erhält Fördermittel des Landes Niedersachsen in Höhe von 50.000 Euro (Gesamtprojektvolumen 100.000 €) aus dem „Programm zur Förderung von Demografie-Projekten im Bereich der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg".

Am heutigen Vormittag überreichte Heike Fliess, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, den Förderbescheid für das Projekt „Zukunft im Nordkreis - wichtige ÖPNV-Ergänzungen zu geringen Angebotskosten" an Geschäftsführer Uwe Roggatz.

Das Vorhaben beabsichtigt, neuartige Verkehrsangebote für den ländlichen Raum zu etablieren, ohne dass mit deren Implementierung größere Kosten für Fahrtanbieter verbunden sind. Im Zusammenspiel mit den bestehenden ÖPNV-Verbindungen sollen so die bestehenden Mobilitätsbedarfe in weiten Teilen gedeckt werden.

„Der Projektträger möchte den Nachweis erbringen, dass flexible, bedarfsgerechte Fahrtangebote im ländlichen Raum auch mit geringem Mitteleinsatz zu realisieren sind. Dazu sollen verschiedene Szenarien getestet werden. Von den Ergebnissen können andere niedersächsische Akteure und laufende Projekte in hohem Maße profitieren", freute sich Fliess.

Um dies zu erreichen, ist es unter anderem vorgesehen, Bestandsressourcen, also Fahrzeuge der Verwaltung, Feuerwehren oder Kirchengemeinden mit professionellen Fahrern der Verkehrsbetriebe zusammenzubringen, da diese erfahrungsgemäß nur zu bestimmten Spitzenzeiten voll ausgelastet sind. Insbesondere Bürgerbussysteme haben oftmals Schwierigkeiten, die Angebote langfristig zu erhalten, da nicht genügend ehrenamtliche Fahrer zur Verfügung stehen. Diese Komponente ist im anstehenden Projekt gesichert.

„Nicht zuletzt aufgrund von demografischen Veränderungen ziehen sich viele Einrichtungen der Daseinsvorsorge im Landkreis Nienburg aus der Fläche in die Grund- und Mittelzentren zurück - dadurch entstehen den Menschen in den betroffenen Gebieten Mobilitätsmehrbedarfe. Es braucht daher zukunftsgerechte, dauerhaft finanziell tragfähige Angebote. Hier geht das Projekt neue Wege und will Angebote mit möglichst geringen Finanzierungsbedarfen schaffen" so Roggatz.

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Artikel-Informationen

19.01.2018

Ansprechpartner/in:
Herr Matthias Maring

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