Aufwind für Wärmewende und Wissenstransfer im Weserbergland
Niedersachsen unterstützt Kommunen mit Kofinanzierungshilfen in Höhe von rund 104.500 Euro
Damit auch finanzschwache Kommunen von EU-Fördermitteln profitieren können, unterstützt Niedersachsen sie mit dem Programm „Kofinanzierungshilfen“ dabei, ihren Eigenanteil zu reduzieren und gute Ideen unabhängig von der kommunalen Finanzlage Wirklichkeit werden zu lassen. Zwei Beispiele für das gelungene Zusammenspiel von regionaler und europäischer Förderung besuchte Europa- und Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter gemeinsam mit dem Landesbeauftragten von Holtz am Freitag, 4. August 2026, im Amtsbezirk Leine-Weser. Dazu überreichte sie Förderbescheide in Höhe von rund 73.000 Euro an die Stadt Bad Münder und den Flecken Delligsen für Maßnahmen zur Umsetzung der Wärmewende im Weserbergland. Eine weitere Kofinanzierung in Höhe von rund 32.000 Euro ermöglicht im Landkreis Hameln-Pyrmont die strategische Weiterentwicklung des „zedita.zukunftsforums“, einer Plattform für Wissenstransfer, gesellschaftlichen Dialog und praxisorientierte Innovation in der Zukunftsregion Weserbergland+.
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Kofi-Bescheidübergabe für Wärmewende-Projekt an die Stadt Bad Münder und den Flecken Delligsen
„Ob Wärmewende oder Wissenstransfer, europäische Fördermittel helfen uns dabei, das Leben der Menschen in Niedersachsen konkret zu verbessern. Im Zusammenspiel mit den Kofinanzierungshilfen des Landes setzen wir dabei einen besonders wirkungsvollen Hebel an: In der aktuellen Antragsrunde unterstützen wir Projekte mit rund 5,6 Millionen Euro und ermöglichen damit Vorhaben mit einem Gesamtvolumen in Höhe von etwa 19 Millionen Euro. Das ist eine kluge Investition, die weit über das einzelne Projekt in die Region strahlt und deutlich macht: Europa wirkt vor Ort“, sagte Melanie Walter, Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung. „Deshalb wollen wir diesen erfolgreichen Weg konsequent ausbauen und planen, die Kofinanzierungshilfen im Doppelhaushalt 2027/28 auf zwölf Millionen Euro jährlich zu verdoppeln – für starke Kommunen und gleichwertige Entwicklungschancen in ganz Niedersachsen“, so die Ministerin weiter.
„Die Kofinanzierungshilfe ermöglicht es, dass gute Ideen umgesetzt werden können und die Region Leine-Weser weiter gestärkt wird. Die heute geförderten Vorhaben – das interkommunale Wärmewende-Projekt und das zedita.zukunftsforum 2.0 – sind dafür starke Beispiele ", sagte Ottmar von Holtz, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Leine-Weser.
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Kofi-Bescheidübergabe an das Projekt zedita.zukunftsforum 2.0
Über die Projekte
„Umsetzungsprogramm Wärmewende im Weserbergland“
Mit jeweils 36.390 Euro Kofinanzierungsmitteln für die Stadt Bad Münder und den Flecken Delligsen wird die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden unterstützt und die Grundlage für den Ausbau einer klimafreundlichen Wärmeversorgung geschaffen. Dazu werden Kommunen, Stadtwerke, Bürgerenergiegenossenschaften sowie weitere Akteurinnen und Akteure in einem regionalen Netzwerk zusammengebracht. Ziel ist es, Wärmenetzprojekte zu entwickeln und umzusetzen. Gleichzeitig erhalten Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer durch Informations- und Beratungsangebote Unterstützung beim Umstieg auf erneuerbare Heiztechnologien. So leistet das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, zur regionalen Wertschöpfung und zu einer zukunftssicheren Energieversorgung im Weserbergland.
„zedita.zukunftsforum 2.0“
Mit Kofinanzierungsmitteln in Höhe von 31.655 Euro soll die Plattform zedita.zukunftsforum im Landkreis Hameln-Pyrmont fortgesetzt und weiterentwickelt werden. Aufbauend auf den in der ersten Förderphase etablierten Communitys sollen die bisherigen Themenfelder neu strukturiert und in thematischen Profilen gebündelt werden. Die Schwerpunkte Datenkompetenz, Cyber Security sowie New Work & Agiles Arbeiten sollen neu strukturiert und durch das Brückenthema Künstliche Intelligenz verbunden werden. Geplant sind Formate wie Meetups, Innovationswerkstätten, eine KI-Woche, Podcasts und Podiumsdiskussionen, um Wissenstransfer und Vernetzung zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft weiter zu stärken.
Hintergrundinformationen:
Die meisten EU-Förderprogramme gewähren für Investitionen oder Projekte keine Vollfinanzierung, sondern verlangen von den Antragstellenden eine Kofinanzierung. Gerade finanzschwache Kommunen können diesen Eigenanteil oft nicht leisten. Das Land Niedersachsen steuert mit den Kofinanzierungshilfen („Kofi“) dagegen, damit EU-Förderung dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Damit wird sichergestellt, dass auch strukturschwache Regionen von EU-Investitionen profitieren können. In der aktuellen Förderrunde stehen rund 5,6 Millionen Euro zur Verfügung. Seit 2015 wurden in zwölf Antragsrunden Kofinanzierungshilfen von insgesamt rund 86,5 Millionen Euro über die Richtlinie bewilligt – und damit eine Gesamtförderung von fast 350 Millionen Euro.
Interessierte Kommunen können ihre Anträge unbürokratisch online beim ArL Leine-Weser einreichen. Stichtag für die nächste Runde ist der 1. März 2027. Mehr Informationen hier >>
Quelle: Pressemitteilung der Niedersächsischen Staatskanzlei >>