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Flurbereinigung Haßbergen und Beschleunigte Zusammenlegung Haßberger Geest beendet

Landesbeauftragte Heike Fliess bereist Flurbereinigungsgebiet und nimmt an Abschlussveranstaltung teil


Das Flurbereinigungsverfahren Haßbergen und die „Beschleunigte Zusammenlegung Haßberger Geest“ konnten mit Unterstützung des Amtes für regionale Landesentwicklung Leine-Weser im letzten Jahr offiziell abgeschlossen werden. Anlässlich dieses Erfolges fanden sich die Beteiligten am Dienstag, den 04. Juni, zu einer Abschlussfeier und gemeinsamen Bereisung der Gebiete in Haßbergen zusammen. Im Rahmen dieser Abschlussfeier wurde der Gedenkstein an der neuen Wegverbindung des Weser-Radweges enthüllt.

Neben den landwirtschaftlichen und landschaftsgestaltenden Zielsetzungen, die in beiden Verfahren gleichermaßen einen Schwerpunkt bilden, wurden in den Verfahren unterschiedliche außerlandschaftliche Aufgabenstellungen umgesetzt.

In dem Verfahren „Beschleunigte Zusammenlegung Haßberger Geest“ ging es primär um eine kostengünstige Neuordnung des kleinteiligen Besitzstandes. Bereits ein Jahr nach Anordnung konnte diese Neuordnung erfolgreich abgeschlossen werden und hat zu einer deutlich verbesserten Agrarstruktur geführt. Eingeleitet wurde das Verfahren Mitte 2010 und durch die Besitzeinweisung 2011 vorläufig abgeschlossen.

Das Ende 2008 begonnene Flurbereinigungsverfahren Haßbergen ist im Vergleich dazu wesentlich breiter aufgestellt. Neben einer umfangreichen Erneuerung des Wegenetzes wurden auch touristische Ziele (bspw. Alternativroute des Weser-Radweges, Anschluss der Ortschaft Haßbergen an den Weser-Radweg, Förderung wegbegleitender Infrastrukturmaßnahmen) sowie Maßnahmen der Fließgewässerentwicklung am Grenzgraben umgesetzte. Der vorläufige Abschluss fand 2013 mit der Besitzeinweisung statt.

„Die Verfahren Haßbergen und Haßberger Geest zeichnen sich in erster Linie durch die unterschiedlichen außerlandwirtschaftlichen Aufgabenstellungen aus. Durch den Anschluss an den Weser-Radweg wurde das touristische Potenzial der Region gesteigert. Aber auch die Bürgerinnen und Bürger können von dem entstandenen Naherholungsraum nachhaltig profitieren“, erläutert Landesbeauftrage Heike Fliess während der Bereisung der Flurbereinigungsgebiete.

Die Gesamtkosten beider Verfahren betragen 2,3 Millionen Euro, wovon 1,6 Millionen Euro über Zuschüsse des Bundes, des Landes und der EU aufgebracht wurden.

Im Herbst 2018 sind die Grundbuchberichtung und die Schlussfeststellung erfolgt und die Verfahren somit offiziell abschlossen worden.

 
Ortsbegehung im Rahmen der Abschlussveranstaltung
 
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Abschlussveranstaltung
 
v.l.n.r.: Mario Heuer (Bürgermeister Gemeinde Haßbergen), Jürgen Meyer (Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Haßbergen), Heike Fliess (Landesbeauftragte), Dr. Inge Bast-Kemmerer (Samtgemeindebürgermeisterin Marklohe), Fritz Bormann (Bürgermeister Gemeinde Rohrsen), Werner Röhrs (Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Haßberger-Geest), Friedrich-Wilhelm Koop (Samtgemeindebürgermeister Heemsen).
Artikel-Informationen

05.06.2019

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