Henry-Wetjen-Platz in Weyhe feierlich eröffnet
Ein Leuchtturmprojekt der Städtebauförderung für einen lebendigen Ortskern in Leeste
Noch vor wenigen Jahren ein wenig beachteter Ort, wird der Henry-Wetjen-Platz im Zentrum von Leeste künftig zu einem pulsierenden Treffpunkt: Kinder spielen, Nachbarn treffen sich, Veranstaltungen bringen die Menschen zusammen – ein gelungenes Beispiel dafür, wie Städtebauförderung das Gesicht einer Gemeinde verändern kann. Dies sollte gefeiert werden. So eröffneten am Sonntag, den 30. August 2026, Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne, Weyhes Bürgermeister Frank Seidel und Landrat Volker Meyer diesen Ort im Herzen von Leeste, einem Stadtteil der Gemeinde Weyhe, mit einem bunten Fest – rund 500 Besucherinnern und Besucher feierten mit ihnen.
Durch die umfassende Neugestaltung ist zusammen mit dem Kultur- und Bildungszentrum „Kulturscheune“ und weiteren Akteuren am Platz ein einzigartiger Begegnungs-, Kultur- und Erlebnistreffpunkt entstanden. Die Städtebauförderung hat maßgeblich dazu beigetragen, den Henry-Wetjen-Platz als „Wohnzimmer von Leeste“ zu etablieren. Der Platz bietet eine hohe Aufenthaltsqualität mit Spielgeräten, einem Bouleplatz, attraktiven Sitzgelegenheiten, einem Brunnen, einem durchdachten Grünkonzept sowie zahlreichen Fahrrad- und Autostellplätzen.
Bildrechte: Gemeinde Weyhe
Eröffnungsfeier auf dem Henry-Wetjen-Platz
Bildrechte: Gemeinde Weyhe
v.l.: Weyhes Bürgermeister Frank Seidel, Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne und Landrat Volker Meyer
Bildrechte: Gemeinde Weyhe
Klettergerüst auf dem Henry-Wetjen-Platz
Die Umgestaltung des Platzes wurde mit rund einer Million Euro aus Mitteln der Städtebauförderung realisiert. Insgesamt fließen rund 5,2 Millionen Fördermittel in die Sanierung des Ortskerns Leeste, bei Gesamtkosten von etwa 10,7 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Lebendige Zentren“, an dem Bund, Land und Kommune zu jeweils einem Drittel beteiligt sind.
Ein besonderes Highlight ist die erwähnte „Kulturscheune“, die mit über 4,5 Millionen Euro aus dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“, einem Sonderprogramm des Bundesbauministeriums, gefördert wurde. Hier finden sich die Bibliothek, ein Café und Veranstaltungsräume für die Volkshochschule. Weitere wichtige Akteure am Platz sind die Evangelische Kirche mit Gemeindehaus, die „Alte Wache“ mit verschiedenen Vereinen, ein Ärztehaus sowie ein Augenzentrum mit Optiker und Apotheke. Die „Alte Wache“ wurde energetisch saniert und mit einem begrünten Dach samt Solaranlage ausgestattet und bietet heute vielen Vereinen, insbesondere dem „Seniorenverein Alte Wache e.V.“, einen modernen Stützpunkt. Auch hier unterstützte die Städtebauförderung mit 426.000 Euro.
Die gezielte Entwicklung des Henry-Wetjen-Platzes zeigt, wie durch die Kombination von Bildungs-, Kultur- und Begegnungsangeboten attraktive Anziehungspunkte geschaffen werden, die zur Wiederbelebung zentraler Orte beitragen. Das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser begleitet die Gemeinde Wehye seit über zehn Jahren als verlässlicher Partner – von der Aufnahme in die Städtebauförderung bis zum Abschluss der Maßnahmen, so auch beim Sonderprogramm Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“.