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Flurbereinigung in Warpe beendet

Neue Skulptur von Künstler Hirndorf als Schlussstein


Anlässlich der Beendigung des Flurbereinigungsverfahrens in Warpe (Landkreis Nienburg) fand heute (13.6.) eine Abschlussveranstaltung im Landhaus Hünecke statt. Den symbolischen „Schlussstein“ hatte zuvor Künstler Pablo Hirndorf im Skulpturenpark Warpe enthüllt. Die Skulptur soll durch ihre runde Form an einen Mühlstein erinnern, was wiederum zur Region mit ihren Bachläufen und Mühen passt.

Mit der Urkundenübergabe durch die Landesbeauftragte Dinah Stollwerck-Bauer vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Leine-Weser an den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, Hermann Heuermann endete die Flurbereinigung, die 2009 eingeleitet wurde. „Bei dieser Flurbereinigung gab es fast 400 Teilnehmer. Das ist wohl manches Mal eine Herausforderung gewesen, die unser Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser hervorragend gemeistert hat“, betonte Agrar-Staatssekretär Prof. Dr. Ludwig Theuvsen und dankte den Beteiligten.

Mit der Urkundenübergabe durch die Landesbeauftragte Dinah Stollwerck-Bauer vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Leine-Weser an den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, Hermann Heuermann endete die Flurbereinigung, die 2009 eingeleitet wurde. „Bei dieser Flurbereinigung gab es fast 400 Teilnehmer. Das ist wohl manches Mal eine Herausforderung gewesen, die unser Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser hervorragend gemeistert hat“, betonte Agrar-Staatssekretär Prof. Dr. Ludwig Theuvsen und dankte den Beteiligten.

Auf einem Gebiet der Größe von rund 2.090 Hektar sind Wege auf alter und neuer Trasse gebaut worden. Eigentumsflächen wurden arrondiert, Feuchtbiotope mit Kleingewässern hergestellt. Die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit an der „Helzendorfer Wassermühle“, an der nicht mehr existierenden „Bünkemühle“ und an der „Hohnhorster Wassermühle“ wurde in diesem Flurbereinigungsverfahren bei Warpe verwirklicht.

Grundlegende Voraussetzung hierfür war die Flächenbereitstellung in der Flurbereinigung. Wichtigste Partner waren in diesem Fall der Landkreis Nienburg und der Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband Meerbach-Führse. „Flurbereinigung ist ein wichtiges und bewährtes Instrument, um gleichermaßen Naturschutz und Umweltschutzziele und die Belange der Landwirtschaft zu berücksichtigen, indem alle Beteiligten miteinander im Gespräch sind“, erläutert Landesbeauftragte Dinah Stollwerck-Bauer vom ArL, die das Verfahren betreute.

Staatssekretär Theuvsen ergänzte: „Diese Flurbereinigung bietet große Chancen für unseren „Niedersächsischen Weg“. Davon konnte ich mich bereits hier in der Region bei einer früheren Bereisung überzeugen. Es hat mich beeindruckt, welche praxisnahen Lösungen gefunden wurden, um gemeinsam Natur- und Umweltschutz umzusetzen, ohne dabei die Belange der Landwirtinnen und Landwirte aus den Augen zu verlieren.“

Erste Notizen mit der Frage „Kann die Flurbereinigung uns in Warpe helfen?“ gab es im damaligen Amt für Agrarstruktur bereits im März 2003. 2009 wurde das Verfahren zur Einleitung freigegeben, im Herbst wählten die Teilnehmer ihren Vorstand. Bereits ein Jahr später begann der Wegebau. Seit 2016 wirtschaften die Teilnehmer auf den neuen Flächen. Zum Jahreswechsel 2021/2022 ist das Liegenschaftskataster berichtigt worden.

Die Bilanz der Flurbereinigung kann sich sehen lassen: Es sind über 30 Kilometer Wege neu gebaut worden. Das ländliche Wegenetz ist grundlegend überplant worden. Im Ergebnis konnte auf zehn Kilometer Wege verzichtet und damit die Unterhaltungslast der Gemeinde als Wegeeigentümerin weiter reduziert werden.

Für Mühlenumfluter, Gehölzstreifen, Biotope und Kleingewässer etc. wurden die benötigten Flächen im Umfang von rund 15 Hektar zur Verfügung gestellt, weiterhin rund zwei Hektar für die Radwege entlang der L 352 und der K 55. Für Wegebau, Kompensationsmaßnahmen, Vermessung etc. sind 3,9 Millionen Euro ausgegeben worden. Die Mühlenumfluter haben noch einmal 900.000 Euro gekostet.

Finanziert wurden die Maßnahmen mit Zuwendungen der EU, des Bundes und des Landes Niedersachsen. Neben den Grundstückseigentümern haben sich die örtlichen Jagdgenossenschaften, die Samtgemeinde Grafschaft Hoya, die Gemeinde Warpe, der Landkreis Nienburg und der Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband Meerbach und Führse an den Kosten beteiligt.

  Bildrechte: ArL Leine-Weser
Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Warpe mit Vertretern aus Politik und Verwaltung
Schmuckgrafik (zum Artikel: Pressemitteilungen) Bildrechte: LGLN

Artikel-Informationen

erstellt am:
13.06.2022
zuletzt aktualisiert am:
15.06.2022

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