Niedersachen klar Logo

Konzept für ein Ride-Pooling-System im ländlichen Raum

Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser legt mit Landkreis Hameln-Pyrmont erstes Konzept Niedersachsens für ein Ride-Pooling-System im ländlichen Raum vor


Landesbeauftragte Dinah Stollwerck-Bauer zeigte sich bei der Vorstellung der Ergebnisse am 18.8.2020 im Kreishaus in Hameln sehr zufrieden: "Ich freue mich, dass wir mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont zusammen Vorreiter für einen innovativen und grünen Nahverkehr sind. Das von der Firma door2door aus Berlin nun vorgelegte Betriebskonzept für einen innovativen Ride-Pooling-Dienst im Landkreis Hameln-Pyrmont ist nach unserem Wissen das erste in Niedersachsen für den ländlichen Raum." Ziel des Konzeptes ist es, die Chancen, aber auch Kosten, eines Systems zu ermitteln, dass nicht nach einem strikten Fahrplan fährt, sondern mithilfe einer App, Fahrtwünsche von Bürgerinnen und Bürgern im ländlichen Raum sammelt und verbindet. Damit soll auch ein deutlich spürbar verbessertes Angebot des öffentlichen Personennahverkehres geschaffen werden. Hiermit kann die Entscheidung, das eigene Fahrzeug stehen zu lassen und den Nahverkehr zu nutzen, erleichtert werden. Hinzu käme, dass die Fahrten gebündelt werden können und dadurch ein weiterer positiver Effekt zum Klimaschutz entsteht, erklärt Stollwerck-Bauer. "Besonders freue ich mich aber, dass gerade für Jüngere, Ältere und Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt seien, die Mobilität dadurch verbessert werden kann", meint sie weiterhin. Das Besondere an dem nun erstellten Konzept sei dabei, dass zuvor anonymisierte GPS-Daten aus Fahrzeugen eingekauft und anschließend ausgewertet wurden. Dies zeige tatsächliche Verkehre und böte damit ganz neue Anknüpfungspunkte zur Simulation eines Ride-Pooling-Dienstes.

In den nächsten Schritten sollen vor einem ersten Pilotbetrieb eines solchen Systems in einem Teil des Landkreises Hameln-Pyrmont die Kosten und weitere Fördermöglichkeiten analysiert werden. Die Kosten für das erste Konzept mit vorheriger Analyse wurden vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser aus dem von der EU geförderten Interreg-Projekt G-Patra für "grünen" Personenverkehr im ländlichen Raum übernommen. In diesem Projekt werden zusammen mit Partnern aus Norwegen, Dänemark, den Niederlanden, Belgien und Großbritannien neue Ansätze erprobt und miteinander ausgetauscht.



  Bildrechte: Arl L-W
v.l.n.r.: Felix Kiefer (door2door), André Gerhardy (door2door), Stephan Kassel (Dezernatsleitung Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser), Björn Siebert (door2door), Dinah Stollwerck-Bauer (Landesbeauftragte für den Amtsbezirk Leine-Weser), Carsten Vetter (1. Kreisrat, Landkreis Hameln-Pyrmont), Arne Behrens (Geschäftsführer Öffis Hameln), Bastian Schwarz ( Landkreis Hameln-Pyrmont), Bettina Remmert ( Landkreis Hameln-Pyrmont), Andreas Manz ( Landkreis Hameln-Pyrmont)
  Bildrechte: ArL L-W
  Bildrechte: ArL L-W
Dinah Stollwerck-Bauer begrüßt die Teilnehmenden

Artikel-Informationen

erstellt am:
24.08.2020
zuletzt aktualisiert am:
27.08.2020

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln