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Vier neue Flurbereinigungsverfahren in Leine-Weser angekündigt

Im Amtsbezirk Leine-Weser werden künftig die vier Flurbereinigungverfahren "Alme-Lamme-Riehe", "Elze-Mehler-Forst" (beide LK Hildesheim), "Binnen" (LK Nienburg/Weser) und "Gessel" (LK Diepholz) eingeleitet. Das gab das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium vergangene Woche bekannt. Landesweit werden insgesamt 16 neue Flurbereinigungsverfahren eingeleitet und mit Fördermitteln von 22,3 Millionen Euro ausgestattet, die überwiegend für den Ausbau nachhaltiger ländlicher Wege eingesetzt werden.

„Die Nachfrage und der Bedarf nach Flurbereinigungsverfahren sind in Niedersachsen in den letzten Jahren weiterhin angestiegen. Ich freue mich, dass wir mit dem Einsatz des bewährten Instrumentes im Programmzeitraum 2022-2026 mit weiteren Verfahren beginnen können,“ betonte Ministerin Otte-Kinast.

Das vereinfachte Flurbereinigungsverfahren Alme-Lamme-Riehe soll für rund 120 Teilnehmer auf einer Fläche von rund 965 Hektar im Jahr 2022 eingeleitet werden. Der Landkreis Hildesheim plant zusammen mit den betroffenen Kommunen Sibbesse, Bad Salzdetdfurth und Lamspringe Hochwasserschutzmaßnahmen entlang der Gewässer Alme, Lamme, Riehe sowie deren Nebengewässern. Gleichzeitig gibt es Handlungsbedarf bei der Verbesserung der Wegestrukturen sowohl für den land- und forstwirtschaftlichen Bedarf als auch zur Naherholungsnutzung.

Das Flurbereinigungsgebiet im Elze-Mehler-Forst (Verfahrensart: beschleunigte Zusammenlegung) umfasst rund 657 Hektar. Die Flächen der derzeit 111 Eigentümer stellen sich als kleinststrukturierter Privatwald dar, der in Teilen mit Buchen-Eichen Mischwald aber auch bisweilen mit Fichten bestanden ist. Folgende Zielsetzungen ergeben sich für das Bodenordnungsverfahren: Erhaltung und Stärkung einer nachhaltig funktions- und wettbewerbsfähigen Forstwirtschaft, Zusammenlegung des Grundbesitzes und Schaffung von größeren Bewirtschaftungseinheiten, Schaffung der Grundlage für eine geordnete Waldentwicklung und einer effizienten Forstbewirtschaftung sowie Gründung einer Forstgenossenschaft mit ideellen Anteilen.

Das Projekt Binnen, an dem 196 Grundstückseigentümer beteiligt sind, liegt in der Samtgemeinde Weser-Aue im Landkreis Nienburg/Weser und umfasst 1.167 Hektar. Ziel der vereinfachten Flurbereinigung ist es, durch Maßnahmen der Bodenordnung zur Verbesserung der Existenzgrundlage der landwirtschaftlichen Betriebe und unter Einhaltung der ökologischen Zielsetzungen neuzeitliche Strukturen zu schaffen. Gleichzeitig soll die Bewirtschaftungsrichtung auf den leichteren Standorten den Geländestrukturen so angepasst werden, dass die Gefahr der Winderosion gemindert wird.

Das vereinfachte Flurbereinigungsverfahren Gessel liegt in der Stadt Syke. Am Projekt sind 49 Grundstückseigentümer mit 243 Hektar beteiligt. Ziel des Verfahrens ist es, die Flächenstrukturen durch Bodenordnung zu verbessern. Durch Maßnahmen der Regenrückhaltung soll der fortschreitenden Bodenerosion begegnet werden. Die Vorflutverhältnisse sind zu verbessern und die Wege den heutigen Erfordernissen entsprechend auszubauen, auch unter dem Gesichtspunkt der Naherholung.

Der Ausgleich verschiedenster Interessen und die Lösung sowie Vermeidung von Landnutzungskonflikten stehen bei der Flurbereinigung an vorderster Stelle. Auch ein Unternehmensflurbereinigungsverfahren ist durch das Landwirtschaftsministerium freigegeben worden (ArL Weser-Ems). Es wird durch Infrastrukturmaßnahmen des Straßenbaus ausgelöst und dient deren agrarstrukturverträglichen Umsetzung.

Quelle: ArL Leine-Weser und Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Artikel-Informationen

erstellt am:
24.03.2022
zuletzt aktualisiert am:
28.03.2022

Ansprechpartner/in:
Herr Christian Schönfelder

Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser
Dezernatsleiter 3 und 4
Bahnhofsplatz 3-4
31134 Hildesheim
Tel: +49 5121 6970-129
Fax: +49 5121 6970-202

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