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Drei starke Impulse für die Region: Zukunftsregion Mitte Niedersachsen investiert in Klimaschutz, Energie und Umweltbildung

Landesbeauftragter Ottmar von Holtz überreicht Förderbescheide in Höhe von insgesamt rund 540.000 Euro an die Stadt Rehburg-Loccum und die Klimaschutzagentur Mittelweser


REHBURG-LOCCUM. Wo einst Kurgäste im Romantik Bad Rehburg Erholung suchten, wurden am Dienstag, 3. Februar 2026, die Zeichen auf Zukunft gestellt: Der Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, Ottmar von Holtz, überreichte, im Beisein von Landrat Detlef Kohlmeier (Landkreis Nienburg), drei Förderbescheide an innovative Projekte, die Klimaschutz, Energieeffizienz und Umweltbildung in den Mittelpunkt rücken.

Martin Franke, Bürgermeister der Stadt Rehburg-Loccum, nahm einen Förderbescheid in Höhe von rund 108.000 Euro für das Projekt „Leitfaden Mikrowärmenetze Mitte Niedersachsen“ entgegen. Franziska Materne, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Mittelweser e.V., erhielt Fördermittel in Höhe von rund 235.000 Euro für das Projekt „Energie(k)reise Mitte Niedersachsen“ sowie rund 197.000 Euro für das Projekt „Mission 3R – Richtig trennen, wenig verschwenden, mehr recyceln“.

  Bildrechte: ArL Leine-Weser
1. Reihe v.l.: Melissa Tietje, Kathrin Koröde, Martin Franke, Ottmar von Holtz, Franziska Materne/ 2. Reihe v.l.: Patrick Fröhlich, Martin Wesselink, Henning Koröde, Arne Henrik Meyer, Marco Behrens

Ottmar von Holtz betonte die Bedeutung der Förderung: „Es begeistert mich, wie engagiert die Menschen vor Ort an Lösungen für die großen Zukunftsfragen arbeiten. Mit den heute übergebenen Fördermitteln investieren wir nicht nur in konkrete Projekte, sondern in die Zukunft unserer Region. Das ist ein starkes Signal für Zusammenarbeit und Innovation über Landkreisgrenzen hinweg.“

Auch Landrat Detlev Kohlmeier betonte: „Ich bin sehr froh, dass wir diese Zusammenarbeit in der Zukunftsregion haben. Gemeinsam kriegen wir eine tolle Entwicklungsarbeit hin und können dabei einen Fokus legen auf Klimaschutz, Energietransformation, Kreislaufwirtschaft… Themen, die leider gerade in der großen Politik ein bisschen an die Seite rutschen. Die heute vorgestellten Projekte zeigen eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Menschen mit Leidenschaft und Weitblick zusammenarbeiten. Dafür mein großer Dank an alle, die so ein Projekt initiiert haben. Ich sehe die Projekte als eine echte Bereicherung für die Zukunftsregion Mitte Niedersachsen und ein starkes Signal für eine nachhaltige Zukunft.“

Martin Franke sprach allen Beteiligten seinen Dank aus: „Wir sind allen fördernden Stellen außerordentlich dankbar, dass sie uns dieses ehrgeizige Projekt ermöglichen. Das ermöglicht es uns wiederum, die Transformation der Wärmeversorgung auch vor die Haustüren zu bringen, die nicht durch eine besondere Lagegunst in der Nähe einer regenerativen Energiequelle einfache Optionen zur Versorgung mit fossilen Brennstoffen haben. Wir versprechen uns dadurch einen deutlichen Schub hin zu einer klimaschonenden Wärmeversorgung, der auch anderen Kommunen mit ähnlicher Ausgangsposition helfen könnte.“

„Unsere Themen – von der Wärmewende und dem Einsatz erneuerbarer Energien über das Thema Umweltbildung – spiegeln sich unmittelbar in den Handlungsfeldern der Zukunftsregion Mitte Niedersachsen wider. Mit den geförderten Projekten leisten wir gemeinsam einen konkreten Beitrag dazu, ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Stärke zu verbinden und die Lebensqualität in unserer Region langfristig und nachhaltig zu sichern“, sagte Franziska Materne.

Ziel des Projekts „Leitfaden Mikrowärmenetze Mitte Niedersachsen“ ist die Entwicklung eines praxisnahen Leitfadens, der Quartieren und nachbarschaftlichen Verbünden helfen soll, CO₂-arme Wärmeversorgung zu planen und umzusetzen. Das Besondere: Neben technischen und rechtlichen Aspekten fließen auch Erfahrungen aus einem Pilotquartier ein, in dem aktuell ein Mikrowärmenetz erprobt wird. So entsteht eine Blaupause, die den Umstieg auf erneuerbare Wärmequellen im ländlichen Raum erleichtern und den Planungsaufwand für künftige Projekte deutlich reduzieren soll. Das Projekt läuft von November 2025 bis April 2027 in Kooperation mit der Klimaschutzagentur Mittelweser.

Mit dem Projekt „Energie(k)reise Mitte Niedersachsen“ soll eine breit angelegte Informationskampagne angelegt werden, die Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohngebäuden für die energetische Sanierung begeistern soll. Persönliche Beratung, vielfältige Veranstaltungsformate und der Austausch untereinander sollen helfen, Hemmnisse abzubauen und die Sanierungsquote zu steigern. Ziel ist es, die CO₂-Emissionen im Gebäudesektor nachhaltig zu senken und die Energiewende voranzubringen. Das Projekt läuft seit Januar 2026 bis Ende 2028 in Zusammenarbeit mit der Klimaschutz und Energieagentur Landkreis Verden gGmbH und dem Klimaschutzmanagement Landkreis Diepholz.

Das Projekt „Mission 3R – Richtig trennen, wenig verschwenden, mehr recyceln“ zielt darauf ab, ein neues, einheitliches Abfallpädagogik-Konzept für Kinder und Jugendliche in den drei Landkreisen Diepholz, Verden und Nienburg/Weser auf den Weg zu bringen. Eine pädagogische Fachkraft bei der Klimaschutzagentur Mittelweser soll spielerisch und alltagsnah die Grundsätze „Reduce – Reuse – Recycle“ vermitteln. Ziel ist es, schon bei den Jüngsten ein Bewusstsein für Ressourcenschonung und Umweltschutz zu schaffen und ihnen praktische Handlungsempfehlungen mitzugeben. Die Projektlaufzeit ist von Januar 2026 bis Dezember 2028.

Die Fördermittel für alle drei Projekte stammen aus dem Programm „Zukunftsregion Mitte Niedersachsen“, das an diesem Tag von Kathrin Koröde vom Regionalmanagement und Landrat Detlev Kohlmeier, Landkreis Nienburg, vertreten wurde.


Hintergrundinformationen:

2022 haben sich die Landkreise Diepholz, Nienburg/Weser und Verden zur „Zukunftsregion Mitte Niedersachsen“ zusammengeschlossen. In diesem Rahmen sollen Projekte, möglichst interkommunal, in den Handlungsfeldern „Regionale Innovationsfähigkeit“ und „CO2-arme Gesellschaft und Kreislaufwirtschaft“ umgesetzt werden. Insgesamt wurde vom Land Niedersachsen für die Region eine Fördersumme von circa sieben Millionen Euro bereitgestellt.


Artikel-Informationen

erstellt am:
26.02.2026

Ansprechpartner/in:
Frau Schmidt

Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser
Bahnhofsplatz 3-4
31134 Hildesheim
Tel: +49 5121 6970-122
Fax: +49 5121 6970-202

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