Fachkräftestrategie

Fachkräfteengpässe sind in vielen regionalen Schwerpunktbranchen sowie generell auf dem regionalen Arbeitsmarkt schon heute deutlich spürbar und stellen eine Gefahr für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Region Leine-Weser dar. Die Situation wird sich durch den demografischen Wandel und einen erhöhten Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften zukünftig weiter verschärfen.

Das zentrale Anliegen des Fachkräftebündnisses Leine-Weser ist deshalb weiterhin, die bedarfsgerechte Weiterentwicklung und der Ausbau bestehender Initiativen und Unterstützungsmaßnahmen zur Sicherung des Fachkräftepotenzials in der Region Leine-Weser. Die Ziele des Fachkräftebündnisses Leine-Weser sind eng mit der Regionalen Handlungsstrategie Leine-Weser verknüpft. Diese definiert verschiedene Handlungsfelder, die bei der Sicherung des Fachkräftepotenzials eine zentrale Rolle spielen.

Die Ziele des Fachkräftebündnisses Leine-Weser können im Wesentlichen unter den folgenden vier Handlungsschwerpunkten subsumiert werden:


Handlungsschwerpunkt I: Gezielte Gewinnung von Fachkräften unter Berücksichtigung regionaler Bedarfe

  • Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität
  • Nutzung der Digitalisierung zur Schaffung attraktiver Beschäftigungsmöglichkeiten und Arbeitsprozesse
  • Stärkung der grünen Wirtschaft/ Förderung von Klimaschutzzielen
  • Verbesserung der Bindung und Gewinnung von Studierenden an und für mittelständische Unternehmen
  • Stärkung der dualen Ausbildung als Fachkräftebasis
  • Ausbau von Bildungsangeboten für Schülerinnen und Schüler in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen (MINT)
  • Gewinnung von Fachkräften in Pflegeberufen und im IT-Bereich


Handlungsschwerpunkt II: Bedarfsorientierte Aus- und Weiterbildung von Fachkräften für die Anforderungen der Wirtschaft und Gesellschaft

  • Weiterentwicklung und verbesserte Verknüpfung von Qualifizierungsangeboten zur Vermittlung von Fach- und Querschnittskompetenzen mit den regionalen und branchenspezifischen Erwartungen der Unternehmen
  • Erhöhung der Inanspruchnahme von Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung im Wandel von Berufsbildern
  • Zielgruppendifferenzierte Vermittlung von Kernkompetenzen für den Umgang mit und die Anwendung von digitalen Produkten und Technologien
  • Einführung neuer Lernformate zur Sicherung einer umfassenden Bildungsversorgung


Handlungsschwerpunkt III: Ausschöpfen der Arbeitsmarktpotenziale und Erhöhung der Arbeitsmarktteilhabe

  • Unterstützung und Qualifizierung für Berufsrückkehrer, Langzeitarbeitslose und ältere Menschen
  • Verbesserung der Arbeitsmarktteilhabe von gesellschaftlichen Gruppen mit Schwierigkeiten beim Zugang zum Arbeitsmarkt
  • Verbesserung des Überganges von Schule/Studium und Beruf
  • Integration von Studienabbrechern in den regionalen Arbeitsmarkt
  • Verbesserung von Erwerbsbeteiligung von Frauen (insbesondere. auch Alleinerziehende)
  • Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund am Arbeitsmarkt weiter verbessern und die Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften unterstützen


Handlungsschwerpunkt IV: Unterstützung und Begleitung von ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen in einer sich wandelnden Arbeitswelt

  • Stärkere Beachtung des gesamtgesellschaftlichen Nutzens bei der Digitalisierung der Arbeitswelt
  • Unterstützung von Unternehmen und Beschäftigten bei der Anpassung an die Chancen und Herausforderungen des Arbeitsmarktes 4.0
  • Stärkung von Unternehmen, Beschäftigten und Bildungsträgern bei den Chancen und Herausforderungen der Weiterbildung 4.0

Fachkraft, Fachkäfteamangel, Integration  

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Herr Grenz

Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser
Bahnhofsplatz 3-4
31134 Hildesheim
Tel: +49 5121 6970-121
Fax: +49 5121 6970-202

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln